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jetzt smart communicator werden“Die sozialen Medien sind zum Scheitern verurteilt”, so die Prognose eines ehemaligen Snapchat Marketing Mitarbeiter. Auch die Zeit stellt sich die Frage: “Sind die sozialen Medien noch zu retten?”. Prognose: not the yellow from the egg. Was ist an den aktuellen Entwicklungen und Diskussionen über die Zukunft der sozialen Medien dran? Und was bedeutet der Trend für unsere Kommunikation, Arbeit und Gesellschaft? Was müssen Marketing-, PR- und Kommunikationsverantwortliche wissen?
Diese Entwicklungen lassen sich auf andere Plattformen adaptieren. Oder wie Ellis Hamburger, Ex-Marketing-Mitarbeiter von Snapchat, es in dem Artikel über die Zukunft der sozialen Medien “Social Media is doomed to die” auf den Punkt bringt:
Benutzer nutzen Plattformen so, wie sie gedacht sind: flüchtige Nachrichten, Fotos teilen oder andere Funktionen. Diese Möglichkeiten sind begrenzt. Nutzer können nur eine bestimmte Zahl an Fotos posten oder Nachrichten an eine bestimmte Zahl Freunde senden.
Für Investoren und Werbetreibende ist das ein Problem. Sie wollen, dass die Nutzer möglichst viel Zeit auf der Plattform verbringen. Also müssen Netzwerke Wege finden, die Nutzung zu steigern. Der einfachste Weg ist neue Funktionen einzuführen, die die Nutzer aktiv einsetzen. So lassen sich mehr Anzeigen zeigen und mehr Umsatz erzielen.
Ein Grund für die Veränderungen liegt im Algorithmus. Früher bestimmten die Verbindungen zwischen Nutzern, wer was sieht – der sogenannte Social Graph. Heute zählt vor allem der Content Graph: Inhalte werden unabhängig von Freundschaften bewertet und ausgespielt. Was relevant ist, entscheidet der Algorithmus nach Interesse, Interaktion und Trends, nicht nach sozialen Verknüpfungen.
Das Internet ist das Betriebssystem unserer Gesellschaft. Es ist das wichtigste Kommunikationsmedium für Menschen und Maschinen. Für Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen ist es unverzichtbar.
Dieser Wandel bringt neue Lebensstile, Kulturen und Verhaltensweisen sowie eine neue Ökonomie mit sich. Das Zukunftsinstitut verdeutlicht: Traditionelle Wirtschaftsmodelle werden schnell durch den digitalen Wandel ersetzt und neue soziale, kulturelle und ökonomische Muster entstehen. Sharing-Plattformen verändern ganze Branchen, traditionelle Geschäftsmodelle werden durch Streaming ersetzt, und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz aka ChatGPT, Midjourney & Co halten Einzug in unsere Lebens- und Arbeitswelt. Die Welt ist miteinander vernetzt. Und wir sind ein Teil davon.
Besonders für traditionelle und mittelständische Unternehmen ist der schnelllebige Wandel unserer Kommunikation herausfordernd. Aus dem geschlossenen Silo-Denken entsteht ein öffentlicher Austausch mit allen möglichen Multiplikatoren: Mitarbeiter, Kunden, Influencer, Partnern und Wettbewerbern. Unternehmen werden zu Sendern und können ihre Wahrnehmung selbst steuern. Egal ob intern oder extern – Unternehmen sind Teil der digitalen Welt.
Auch unser Konsum hat sich verändert: Der E-Commerce hat sich in Richtung Social Commerce entwickelt und mogelt sich zwischen unsere Newsfeeds. Ein transparenter Dialog wird für Unternehmen als zentrales Ziel betrachtet, wodurch der Bedarf nach professioneller Kommunikation immer wichtiger wird. Sorry an alle Instagram & Growth Hack Coaches, aber die Beziehung mit verschiedenen Anspruchsgruppen, die immer extremere Positionen einnehmen, muss aufgebaut und erhalten werden.
Menschen ziehen sich in geschlossene Medienräume zurück, weil diese psychologisch das Bedürfnis nach Kontrolle, Sicherheit und kognitiver Entlastung befriedigen. In offenen Medienumgebungen, in denen Informationen heterogen und widersprüchlich sind, steigt die kognitive Belastung, da jede Nachricht bewertet, eingeordnet und emotional verarbeitet werden muss. Geschlossene Räume wie personalisierte Feeds, soziale Gruppen oder Newsletter ermöglichen selektive Informationsaufnahme, wodurch Nutzer nur Inhalte sehen, die ihre bestehenden Erwartungen und Einstellungen bestätigen, was kognitive Konsistenz fördert.
Die Fragmentierung wird zur zentralen Kommunikationsrealität. Die Öffentlichkeit, Medien, Vertrauen und Reichweite zerfallen in immer kleinere, spezialisierte Einheiten. Große Reichweiten verlieren damit an Wirkung, Nischen gewinnen an Einfluss. Einen Deep-Dive finden unsere Lern-Member in unserem Wissens-Hub im Trend Report externe Comms.
How the copy-game going on?
Eine neue Generation sozialer Plattformen kommt auf, die sich auf Nischen fokussieren. Deshalb liegt die Zukunft der sozialen Medien in der Nischenbildung. Von Mastodon bis hin zu intimen Apps wie Substack sowie LinkedIn als Business-Plattform – sie alle fokussieren sich auf ein bestimmtes Interesse und Bedürfnis. Eine „one fits all“-Plattform wird zukünftig nicht mehr funktionieren, da sie die individuellen Bedürfnisse ihrer Nutzer nicht abbilden kann. Wir als Menschen sind vielseitig und haben unterschiedliche Interessen. Deshalb brauchen wir viele verschiedene Plattformen mit verschiedenen Communitys. Es ist wie bei einer Newcomer-Band, die plötzlich bekannt wird und ihren Stil ändert. Der Kern, wieso wir die Musik gerne hören, verändert sich und wird massentauglicher.
Sicherlich kann niemand sagen, ob es so kommen wird. Jedoch können wir alle die aktuellen Entwicklungen rund um die Social Media Nutzung im Auge behalten und uns damit schon auf die Zukunft vorbereiten. Das kostet Zeit, Geduld, Recherchen und Motivation. Good News: Wir sind motiviert und haben eine Leidenschaft für Kommunikation und (digitale & sozio-kulturelle) Trends. Wir halten dich in unserem monatlichen Trend Report auf dem Laufenden. Hier kannst du den Report abonnieren:
Here you go, viel Spaß beim Weiterbilden! See you in a few weeks!
Report lesenKommunikation verändert sich täglich. Und du? Bleibst du dran oder bleibst du stehen? Mit uns wirst du zum Vorreiter. Trend Z liefert Trends, Wissen und Tools genau dort, wo du sie brauchst. So entsteht Lernen, das im Job wirklich weiterhilft. Mit unserem System lernst du smarter, schneller, mit Gleichgesinnten und im Gen Z Style: fundiert, digital und mit Spaß.
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